Das Fach Werte und Normen versucht im Jahrgang 12 neue Wege – in der Vorweihnachtszeit wurde erstmals eine „WerteWerkstatt“ durchgeführt – mit großem Erfolg.
Ziel des Projekts war es, ethische Prinzipien wie Menschenwürde und Gerechtigkeit nicht nur theoretisch zu behandeln, sondern in realen Handlungssituationen praktisch umzusetzen. In rund sieben Doppelstunden entwickelten die Schülerinnen und Schüler eigenständig Projekte, bauten teilweise Kontakt zu außerschulischen Partnern auf und sammelten vor Ort wertvolle Erfahrungen. Anschließend machten sie die erlernten Werte in Form von Ausstellungen, Podcasts, Videos oder Engagementaktionen sichtbar.
Dabei standen ethische Tiefe, Selbstständigkeit und die reflektierte Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung im Mittelpunkt.
So unterstützten Lernende die Lüneburger Tafel bei der Lebensmittelausgabe, führten Interviews mit Kunden vor Ort und gestalteten daraus eine Ausstellung über „Würde in der Hilfe“. Eine Schülerin erarbeitete sich über mehrere Wochen Grundlagen der Deutschen Gebärdensprache und leitete ihre Mitschülerinnen und Mitschüler praktisch an, um Kommunikation barriereärmer erfahrbar zu machen. Ein weiteres Projekt führte regelmäßig in die ASB-Tagespflege, wo die Begleitung von Seniorinnen und Senioren – auch mit Demenz – in einem reflektierten Videobeitrag dokumentiert wurde.
Die WerteWerkstatt hat eindrucksvoll gezeigt: Würde entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen.


